The KIM Technology Watch Report: http://metadaten-twr.org

Archive for the ‘Standardization group’ Category

RDA: Deutsche Nationalbibliothek im Steuerungsgremium JSC

Friday, November 25th, 2011 by tobiassteinke

Als erste Institution aus dem nicht anglo-amerikanischen Raum ist die Deutsche Nationalbibliothek als neues Mitglied ins Joint Steering Committee for Development of RDA (JSC) eingeladen worden. Die Interessen der deutschsprachigen bibliothekarischen Fachcommunity fließen damit direkt in die Entwicklung des Standards Resource Description and Access (RDA) ein.

Weitere Informationen:
http://www.dnb.de/standardisierung/afs/afs_aacr_rda.htm
http://www.rda-jsc.org/rda.html

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PDF/A-2 als ISO-Norm 19005-2 veröffentlicht

Wednesday, July 6th, 2011 by tobiassteinke

PDF/A-2 wurde als ISO-Norm 19005-2 “Document management – Electronic document file format for long-term preservation – Part 2: Use of ISO 32000-1 (PDF/A-2)” veröffentlicht. Bei PDF/A-konformen Dateien handelt es sich um PDF-Dateien, die Kriterien zur besseren Eignung für Langzeitarchivierung erfüllen. PDF/A-2 basiert dabei anders als PDF/A-1 auf PDF 1.7, was selbst als ISO 32000-1 eine Norm ist. Ein weiterer Unterschied ist die Möglichkeit in PDF/A-2, andere PDF/A-Dateien einzubetten. Wie bei ISO-Normen üblich, ersetzt 19005-2 nicht die Norm 19005-1. PDF/A-1 und PDF/A-2 werden zukünftig parallel existieren und bereits von verschiedenen Tools gleichermaßen unterstützt.

Kurz vor der Veröffentlichung steht auch PDF/A-3, das sich von PDF/A-2 nur in einem einzigen Punkt unterscheiden wird: Es können beliebige andere Dateien eingebettet werden. Da dies für verschiedene Anwendungen benötigt wird, aber eine Langzeitarchivierung für die eingebetteten Dateien nicht sicher gestellt werden kann, hat man sich zu dieser seperaten Veröffentlichung entschieden. Planungen für ein PDF/A-4 gibt es derzeit nicht.

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Einführung von RDA in den USA endgültig beschlossen

Tuesday, June 21st, 2011 by tobiassteinke

Autorin: Christine Frodl, Deutsche Nationalbibliothek, c.frodl@dnb.de

Am 13. Juni 2011 haben die Direktoren der Library of Congress und der beiden US-amerikanischen nationalen Fachbibliotheken, National Library of Medicine und National Agricultural Library, ihre Entscheidung hinsichtlich einer Einführung der RDA bekannt gegeben. Grundlage für die Entscheidung ist der Bericht des U. S. RDA Test Coordinating Committee. Der ausführliche Testbericht wir im Laufe des Juni 2011 veröffentlicht werden, folgende Dokumente sind der Fachöffentlichkeit bereits jetzt zugänglich:

Die Verlautbarung der Direktoren („Cover Statement“): http://www.nlm.nih.gov/tsd/cataloging/RDA_Executives_statement.pdf

Eine Zusammenfassung der Testergebnisse („Executive Summary“): http://www.nlm.nih.gov/tsd/cataloging/RDA_report_executive_summary.pdf

Demnach beabsichtigen die Library of Congress, die National Library of Medicine und die National Agricultural Library, die RDA einzuführen, jedoch nicht vor dem 1. Januar 2013. Zuvor sollen noch bestimmte Anpassungen vorgenommen werden.

Dazu gehören u. a.:

  • Formulierung des Regelwerkstextes in verständlichem und einfachem Englisch
  • Verbesserung der Funktionalität des RDA-Toolkits
  • Fortschritte im Hinblick auf eine Ablösung des Datenformates MARC
  • Untersuchung prototypischer Verfahren und Systeme unter Nutzung des RDA Element Sets, inklusive der RDA Relationships

 Zur Erreichung dieser Ziele hat das U. S. RDA Test Coordinating Committee einen Plan vorgelegt, der die einzelnen Arbeitschritte in einer nicht sequentiellen Reihenfolge aufführt[1]. Für den deutschsprachigen Raum wird der Standardisierungsausschuss am 5. Oktober 2011 über das weitere Vorgehen beraten.

RDA – Resource Description and Access ist ein neuer Erschließungsstandard. Mit ihm sollen analoge und digitale Ressourcen aus Institutionen des Kulturerbes[2] beschrieben und zugänglich gemacht werden. RDA ist die Weiterentwicklung der AACR2, der 2. Ausgabe der Anglo-American Cataloguing Rules. Während sich die AACR als Standard auf den anglo-amerikanischen Sprachraum beziehen, soll RDA als internationaler Standard Anwendung finden. Das Potenzial der RDA sieht man auch in der Chance, Metadaten aus Bibliotheken, Museen und Archiven dem Semantic Web zugänglich zu machen.

Grundlagen der RDA sind die IFLA-Standards Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR)[3], Functional Requirements for Authority Data (FRAD)[4], Functional Requirements for Subject Authority Data (FRSAD) sowie das Statement of International Cataloguing Principles (ICP)[5] der IFLA.[6]

RDA wird vom Joint Steering Committee for Development of RDA (JSC), erarbeitet und laufend gepflegt. Das JSC besteht derzeit aus Vertretern folgender Institutionen: American Library Association (ALA), Australian Committee on Cataloguing (ACOC), British Library (BL), Canadian Committee on Cataloguing (CCC), Chartered Institute of Library and Information Professionals (CILIP), und der Library of Congress (LC). Strategische Entscheidungen trifft das Committee of Principals (CoP), das sich aus den Direktoren der oben genannten bibliothekarischen Verbände und Nationalbibliotheken zusammensetzt.

Die Deutsche Nationalbibliothek mit ihrer Arbeitsstelle für Standardisierung, die zugleich Geschäftsstelle des Standardisierungsausschusses[7] ist, leistet die hauptamtliche Facharbeit im Bereich der bibliothekarischen Standardisierung im deutschsprachigen Raum. Der  Standardisierungsausschuss hat Ende 2004 die Internationalisierung der deutschen Standards beschlossen. Dazu gehört neben dem Umstieg auf MARC 21 als einheitliches Austauschformat unter anderem auch die Entscheidung für eine aktive Beteiligung am Geneseprozess des neuen Regelwerks „Resource Description and Access (RDA)“ als international anwendbares Regelwerk mit dem Ziel einer Einführung als Katalogisierungsstandard im deutschsprachigen Raum. Im Rahmen dieser Aktivitäten arbeitet die Arbeitsstelle für Standardisierung auch an der offiziellen deutschen Übersetzung des Standards RDA inklusive seiner Elemente-Sets (Vokabulare). Der Standard RDA ist über eine web-basierte Anwendung, das „RDA Toolkit“[8] zugänglich.

Weitere Informationen zu den RDA und zur laufenden Diskussion sind auf der Website des JSC[9], der Website der Arbeitsstelle für Standardisierung[10] und über ein Abonnement der RDA-Mailingliste[11] erhältlich.

 


[1] vgl. S. 3 und 4 der „Executive Summary“

[2] Bibliotheken, Archive, Museen

[3] http://www.ifla.org/publications/translations-of-frbr#de und
http://www.d-nb.de/standardisierung/pdf/frbr_deutsch_09.pdf

[4] http://www.ifla.org/publications/ifla-series-on-bibliographic-control-41

[5] http://www.ifla.org/files/cataloguing/icp/icp_2009-de.pdf und
http://www.d-nb.de/standardisierung/pdf/icp-2009_german.pdf

[6] http://www.ifla.org

[7] Der Standardisierungsausschuss ist ein kooperativer Zusammenschluss großer wissenschaftlicher Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, der regionalen Verbundsysteme für das Bibliothekswesen der Bundesrepublik Deutschland, je eines Vertreters des Österreichischen und des Schweizerischen Bibliothekswesens, der Öffentlichen Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, der ekz Bibliotheksservice GmbH sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft und zwei Vertretern der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland.

[8] http://www.rdatoolkit.org/

[9] http://www.rda-jsc.org/

[10] http://www.d-nb.de/standardisierung/index.htm

[11] http://www.rda-jsc.org/rdadiscuss.html

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New W3C working group to update and extend Resource Description Framework (RDF)

Tuesday, April 26th, 2011 by tombaker

A new RDF Working Group, chartered to update the 2004 Recommendations for W3C’s Resource Description Framework, recently held its first face-to-face meeting in Amsterdam. Focusing on priorities established at a June 2010 workshop, the new working group aims at updating and extending the 2004 specification without disrupting existing usage.

The working group is currently discussing an extension to RDF to provide support for “multiple graphs and graph stores”, sometimes known as “named graphs”. The group has yet to settle on terminology, noting that the term “graph” has been overloaded, referringly variously to a (mutable) container for triples, to an immutable snapshot thereof, or to a serialization of a snapshot. The goal is to clarify which of these types of “graph” should have identifiers while ensuring that the term is used in a way consistent with the SPARQL query language. The outcome of this effort will inform a revision of the popular, user-friendly Turtle syntax, possibly with support for “quads” (i.e., triples extended with additional contextual information).

Another major goal of the working group is to standardize the use with RDF of JavaScript Object Notation (JSON) — a lightweight, human-readable data interchange format popular among Web application developers as an alternative to XML. The group has identified three existing and potential uses of JSON in exchanging RDF data: for expressing RDF graph structures, for exposing RDF data to JavaScript developers through APIs, and — more challengingly but with potentially higher impact — as a simple format that Web developers might use to expose data for consumption by RDF tools without needing to engage with the underlying RDF triple model.

Before the end of its charter in January 2013, the group will undertake “clean-up” actions, such as marking lesser-used and less-well-understood features of RDF as “archaic”. Progress of the working group can be tracked on their wiki and mailing list.

Working Group wiki: http://w3.org/2011/rdf-wg/wiki/Main_Page
Working Group charter: http://w3.org/2010/09/rdf-wg-charter.html
Working Group mailing list: http://lists.w3.org/Archives/Public/public-rdf-wg/
2004 RDF Recommendation: http://www.w3.org/standards/techs/rdf#w3c_all
2010 RDF Workshop: http://www.w3.org/2001/sw/wiki/RDF/NextStepWorkshop
2011 Face-to-Face: http://www.w3.org/blog/SW/2011/04/15/rdf_working_group_meets_face_to_face_in_

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DIN-Draft zur Informationsübernahme in digitale Langzeitarchive

Wednesday, February 9th, 2011 by tobiassteinke

Der Normentwurf “Information und Dokumentation – Leitfaden zur Informationsübernahme in digitale Langzeitarchive” steht bis zum 07.06.2011 zur Kommentierung bei http://www.entwuerfe.din.de (DIN 31645). Der Entwurf wurde von einem Arbeitskreis im DIN-Normausschuss “Schriftgutverwaltung und Langzeitverfügbarkeit digitaler Informationsobjekte” (NABD15) erarbeitet. Er basiert auf dem Leitfaden “Wege ins Archiv” des Kompetenznetzwerks nestor (http://www.langzeitarchivierung.de).

Diese Norm gibt organisatorische Leitlinien für die Übernahme von Informationen aus einem Informationssystem in ein Langzeitarchiv unter Wahrung der Datenintegrität und Authentizität. Anfallende Aufgaben für den Produzenten und das digitale Langzeitarchiv werden in Planungsschritten benannt und in allgemeiner Form beschrieben.

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